Projekt Mutthornhütte – Praxiseinsatz auf 2788 m ü. M.
Vier Tage lang arbeiteten Lernende der Gartenbauschule Oeschberg gemeinsam mit Lernenden von Schmid & Partner rund um die Mutthornhütte auf 2788 m ü. M.
Mit dabei waren vier Lernende vom Oeschberg – zwei aus dem 2. und zwei aus dem 3. Lehrjahr – sowie zwei Lernende von Schmid & Partner, im 3. Lehrjahr beziehungsweise in der Zusatzlehre.
Am Montag, 21. September 2026, startete das Projekt frühmorgens am Oeschberg. Nach dem Treffen in Lauterbrunnen ging es weiter nach Trachsellauenen und von dort mit dem Helikopter zur Mutthornhütte. Nach einer gemeinsamen Baustellenbesichtigung wurden die anstehenden Arbeiten besprochen und die Gruppe auf verschiedene Arbeitsbereiche aufgeteilt.
Während der vier Tage standen zahlreiche Arbeiten aus dem Garten- und Landschaftsbau auf dem Programm. Der Helilandeplatz wurde fertiggestellt und die Stützmauer hinterfüllt. Dafür mussten grosse Steinblöcke teilweise mit einem Seilzug über mehrere Meter den Berg hochgezogen und feiner Kies mit der Bränte transportiert werden.
Auch ein Hochbeet aus Naturstein entstand. Neben dem Mauerbau spielte dabei die Stabilität eine wichtige Rolle, da die Konstruktion im Winter einem Schneedruck von drei bis vier Metern standhalten muss. Nach dem Anbringen einer Schalung und den nötigen Betonarbeiten wurde das Hochbeet mit Erde aufgefüllt.
Rund um die Hütte wurden zudem Wege und Zugänge verbessert. Es entstanden neue Treppen aus grossen Steinblöcken, Vorplätze mit Sitzmöglichkeiten sowie eine kleine Mauer. Auch der direkte Zugang zum Hütten-Seeli wurde neu gestaltet und besser begehbar gemacht.
Die Arbeiten verlangten Kraft, Genauigkeit und immer wieder Lösungen direkt vor Ort. Geeignete Steine mussten gesucht, bewegt, angepasst und passend verbaut werden. Die besondere Lage der Baustelle machte den Einsatz zusätzlich anspruchsvoll.
Neben der Arbeit blieb auch Zeit für besondere Erlebnisse. Eine kleine Gletschertour, die Abendstimmung rund um die Hütte und die Heliflüge machten das Projekt auch ausserhalb der Baustelle zu einer besonderen Erfahrung.
Am Donnerstag, 24. September 2026, wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen, das Material für den Rücktransport bereitgestellt und die Gruppe flog zurück nach Trachsellauenen.
Vier intensive Tage, in denen die Lernenden ihr Wissen unter realen Bedingungen anwenden, gemeinsam Lösungen entwickeln und wertvolle Praxiserfahrungen sammeln konnten. Gleichzeitig entstanden rund um die Mutthornhütte Arbeiten, die noch lange sichtbar bleiben werden.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die dieses besondere Projekt ermöglicht und begleitet haben.



